Laufwerke / Datenträger

Hier landen unsere Systeme und Daten!

HDD Techdaten

Technische Werte:

  • Bauformen (3,5 / 2,5 / 1,8 Zoll),

  • Kapazitäten (GB / TB),

  • Schnittstellen

    IDE bis ca. 133 MB/s für 2 Geräte

    SATA: bis SATA 6.0Gb/s (entsprechend theoretisch bis zu 600 MB/s Lesen!),

    Praktische Datentransferrate HD (> 150 MB/s),

  • Drehzahl (5400 / 7200 / 10000 U/min und mehr

    Ab spätestens 7.200 U/min bitte auf gedämpften Einbau und Wärmeabfuhr/Kühlung achten).

  • Zugriffszeit (in ms), Cache (in MB),

  • Stromverbrauch (ca. 5 Watt und mehr);

Advanced Formate Festplatten (Advanced Format - 4k) mit 4096 Byte (4 kB) Sektorgröße (klassisch 512 Byte

Technik klassisch: CHS - Cylinder / Head / Sektor und dann auch LBA - Logical Block Adressing und bestimmte HD-Größengrenzen: aktuell 2,2 TB (mit BIOS/MBR) - hier auch jenseits dieser Größe kein Booten mehr mit BIOS-Technik mehr möglich!

Diagnose von Laufwerken mittels S.M.A.R.T. (Wikipedia-Link)

oder Tools:

oder Atto Disk Benchmark, …

SSD - Solid State Drive

Die moderne schnelle Festplattenalternative - quasi: superschneller interner USB-Stick - also ohne mechanische Elemente.

Nachteil: aktuell nur bezahlbare Größen bis ca. 1 oder gerne auch 2 TB. Das heißt natürlich nicht, dass auch mehr geht (aktuell - 2021 Okt: bis zu 8 TB mit dann aber auch Preisen jenseits von 1.000 €).

Vorteil: sehr schnelle Zugriffe (gemessen in IOPS - Input Output Operations per Second - Standard-SSD mit ca. 90.000 IOPS) und hohe Datenübertragungsraten/Bandbreiten (ca. 500MB/s).

Anschlussmöglichkeiten:

  • 2,5‘‘ SATA SSD - also anschließen per SATA wie eine SATA-Festplatte

  • M.2 SSD - über M.2 Steckplatz auf Motherboard und mittels SATA-Controllertechnik; Standard-M.2-Modul: M.2 SSD 2280 (22mm breit * 80mm lang)

    wie SATA SSD: ca. 500 MB/s Lesen (Schreiben geringer)

  • M.2 PCIe NVMe SSD - den M.2 Steckplatz im besten Fall direkt über 4 PCIe Lanes mit NVMe Protokoll (Achtung: OS Treiber beachten) anbinden (siehe Motherboard-Ausstattung)

    höchstmögliche, schnellste Variante:

    ca. 3.000 - 5000 MB/s Lesen und 1.500 - 3000 MB/s Schreiben bei ca. 300.000 IOPS

SD- und microSD Karten

Sehr großer Markt mit vielen Anbietern und technisch unterschiedlich wertigen Erzeugnissen:

Momentaufnahme: microSD 128 GB Karte von knapp 40 bis 220 € - sehr unterschiedliche Lese-/Schreibperformance

Praxishinweis:

Moderne DSLR (Digitale Spiegelreflex Kamera) erzeugt bei hohen Auflösungen (z.B. 24 Megapixel mit 6000x4000 Pixeln) pro Aufnahme in höchster Qualität und RAW-Format gute 25-30MB pro Bild

Also: 4 Bilder pro Sekunde knipsen verlangt also mindestens gute 100 MB/s Schreibrate (inkl. Caching in der Kamera)

Alt/Vorgängertechnik: CompactFlash Karten

Optische Datenträger

  • CD - Compact Disc - ca. 700MB; Brennbare Versionen CD-R / CD-RW

  • DVD - Digital Versatile Disc - ca. 4,7GB (DVD-5) bzw. 8,5GB (DVD-9); Versionen: DVD-R/+R, DVD-RW/+RW, DVD-RAM

  • BD - Blu-Ray Disc - ca. 25 bzw. 50GB

Langzeitzuverlässigkeit bei den gebrannten Medien nicht sehr gut (10 Jahre mehr als fraglich!)

Besser für Langzeitaufbewahrung: magnetische Datenträger oder auch USB-Sticks!

Es gibt allerdings Spezial-DVD bzw. -BD mit dem Versprechen auf Langzeitspeicherung.

Datenträger verwalten

Praxis mit der Datenträgerverwaltung und Einsicht in Tool diskpart

Erste Einblicke - Datenträgerverwaltung - Fachbegriffe (Partitionen, Dateisysteme, Formatieren)

RAID

Redundant Array of Inexpensive/Independent Disks

(Wikipedia Link) Versuch der Optimierung von Geschwindigkeit und Redundanz/Ausfallsicherheit, Software- vs. Hardware-RAID (Vor- / Nachteile)

Beispielhafte RAID-Level:

  • RAID 0 (Striping),

  • RAID 1 (Mirroring - Empfehlung für Serverinstallations-Volume),

  • RAID 5 (Striping mit Parität)

RAID 5

RAID 5 - 1 Platte darf ausfallen… (Quelle: Wikpedia - Datei: Raid 5.svg)

Anm.: diese 3 RAID-Level werden auch von den Windows Server Betriebssystemen als Software-RAID untertstützt („normale“ Windows Clients können 0 und 1).

Hinweis zur Nutzung von RAID bei NAS (Network Access Storage) und sehr speziellen HW-Unterstützungen (siehe Intel Matrix RAID).

NAS vs. SAN

Allgemein: immer Zugriff auf „Netzwerkspeicher“, aber Zugriff …

  • NAS - auf Ordner/Datei-Ebene per

    SMB/CIFS (Win-Freigaben) oder

    NFS (Linux-Freigaben/Exports),

    FTP (File Transfer Protocol Service)

  • SAN - auf Blockebene - mit Techniken wie

    iSCSI (Einrichtung eines iSCSI-Targets im NAS/SAN)

    Zugriff über Clients wie Windows mittels iSCSI-Initiator dann erscheint der Netzwerkblock“ wie ein lokales Laufwerk im Windows Betriebssystem

Anmerkung zu iSCSI: hier benötigen wir keinerlei besondere Netzwerkgeräte, da Alles über das Standard-Ethernet abgewickelt wird. Das sieht bei anderen Techniken wie FC (Fibre Channel) anders aus. Dort kann man aber auch auf FCoE (Fibre Channel over Ethernet zurückgreifen.