Editionen

Es folgen formale Infos zu den Windows Server Varianten und Editionen.

Man sollte immer eine Übersicht über die Supportzyklen für eingesetzte Software im Auge behalten. Das gilt natürlich insbesondere für die Windows Server Varianten und deren Unterstützungszeiträume.

Übersicht Windows Server - MSS (Mainstream Support)  und EOL

Übersicht Windows Server - MSS (Mainstream Support) und EOL

Quelle Screenshot Windows Server MSS/EOL software-express.de - Herstellerinfos MS - Supportende EOL

Warnung

Für den immer noch im Firmenumfeld sichtbaren Windows Server 2008/2008 R2 endete der Support am 14.01.2020!

Für die Orientierung bietet Microsoft (aktuell) Lifecycle-Richtlinien an und unterscheidet hier grundsätzlich zwischen

Wir steigen mit den klassischen NT-Versionen ein. Das sollte man mal gesehen haben, damit man dann auch den einen oder anderen Bezeichner oder auch Ordnernamen (siehe NTDS) besser versteht.

NT-Server-Family

Anm.: mit Versionen 2008 R2 / 2012 R2 / 2016 / 2019 / 2022 nur noch als 64-Bit Betriebssystemversionen verfügbar!

Client/Server-Betriebssystem-Familie NT - New Technology

  • NT 3.51 / 4.0 Workstation und Server

  • Windows 2000 Professional und Server (5.0);

  • Windows XP / Server 2003 (5.1)

  • Windows Vista / Server 2008 (6.0) und Windows 7 Professional / Windows Server 2008 R2 (6.1)

Editionen 2008 R2: Web, Standard, Enterprise, Datacenter, HPC (High Perfomance)

Unterschiede bei RAM, CPU / Kerne, Ausstattungen, CALs, Preis, Hot PnP, Technik, Virtualisierungen

Mit den Editionen 2012 R2 Verschlankung der Versionsvielfalt:

  • Standard

  • Datacenter

  • Essentials (spezielle Limitierungen bei Anzahl Clients)

Die Unterschiede finden sich nur noch bei den Virtuellen Instanzen!

Alle Server ab Server 2012 R2 mit Ausrichtung auf die Azure Cloud (Microsoft Wolke).

Server 2016 / 2019 / 2022

Die Serverversionen werden von mir hier in einem Kapitelnamen zusammengefasst, weil sie das gemeinsame Funktionslevel 2016 abdecken. Oder anders gesagt: die neueren Windows Server haben ein paar neue Tricks gelernt, aber sprechen alle mit derselben Windows AD Basis-Technik, die mit Windows Server 2016 eingeführt worden ist.

Was die Editionen angeht: es gibt nur noch Standard und Datacenter Editions mit (eigentlich) gleichem Funktionsumfang bis auf die Anzahl für Virtuelle Instanzen.

Links zur Orientierung:

Übersicht Editionen:

  • Standard

    deckt nur 2 Virtuelle Server pro Lizenz ab

    2 CPU-Sockel, ca. 650 - 700 € (ohne CALs)

    gibt es als 16-Core oder auch 24-Core Varianten

  • Datacenter

    deckt beliebige Anzahl Virtuelle Server ab

    2 CPU-Sockel, ab ca. 4400 € (Empf.: Systeme möglichst mit HW bündeln)

    gibt es als 16-Core oder auch 24-Core Varianten

Eine weitere spezielle Version stellt die Essentials Edition dar. Sie richtet sich mit dem sehr speziellen und limitierten Angebot an Kleinstfirmen und bietet keinerlei Upgrade-Möglichkeiten!

  • Essentials

    25 Benutzer und 50 Geräte, keine CALs nötig

    ca. 350 € (Einzellizenz physikalisch oder virtuell)

    Hardwarebeschränkungen: 2 CPUs, max. 64 GB RAM

Nachtrag: Für den Windows Server 2022 wurde eine spezielle Datacenter Azure Edition für den Betrieb als VM in der Azure Cloud angekündigt.